24h Nürburgring
11.06.2009 von Chneemann

Nürburgring + Nordschleife


Land:Deutschland
Region:Rheinland-Pfalz / Eifel
Eröffnung:1927
Länge:
(wikipedia)
Nordschleife: 20,832 km
Grand-Prix Strecke: 5,148 km
Streckenabschnitte Nordschleife:Nordkehre
Hatzenbach
Hocheichen
Flugplatz
Schwedenkreuz
Aremberg
Fuchsröhre
Adenauer Forst
Metzgesfeld
Kallengard
Wehrseifen
Breidscheid
Ex-Mühle
Bergwerk
Kesselchen
Angstkurve
Klostertal
Karussell
Hohe Acht
Wippermann
Eschbach
Brünnchen
Eiskurve
Pflanzgarten
Schwalbenschwanz
Döttinger Höhe
Antoniusbuche
Tiergarten
Homepage:http://www.nuerburgring.de/






Luftaufnahme der Rennstrecke (Google Earth)





92 Bilder im Picasa Webalbum (bitte klicken)

Am Donnerstag den 21. Mai ging es für mich das erste Mal zum 24h Rennen auf dem Nürburgring. Ich hatte das Rennen zwar schon die letzten 3 Jahre am Fernseher verfolgt und war auch schon einige Male am Nürburgring, allerdings nie kombiniert.
Als mich mein Kollege fragte, ob ich mitkommen wollte, musste er mich natürlich nicht groß überzeugen. Allerdings stellte es sich heraus, dass wir beide nur donnerstags Zeit haben.
Also schnell mit Ilka gesprochen und sie wollte auch mit.
Da der Physiotherapeut meines Kollegen selber im Vulkan Racing Team Mintgen aktiv ist, hatten wir die Hoffnung in die Box zu kommen und uns die Dodge Viper genauer ansehen zu können. Außerdem interessierte es mich natürlich wie weit das Team Schrick mit ihrem Auto gekommen war. Die Serie läuft ja immer ein paar Wochen zeitversetzt.
Also trafen wir uns Donnerstags Mittags erst mal in Mayen und fuhren von dort aus zum Ring.
Nachdem wir ein Ticket gekauft hatten ging es direkt in Fahrerlager die Autos ansehen. Allerdings standen die schon fast alle in den Boxenanlagen, da das freie Training bald beginnen würde. Obwohl unsere Karten eigentlich nicht für die Boxenanlage selber galten, gelangen wir unbemerkt in die Box von Abt Audi. Dort machte sich DTM-Champ Timo Scheider gerade daran einzusteigen. Anschließend liefen wir die Rückseite der Boxenanlage von oben nach unten ab und warfen hier und da (wo es möglich war) einen Blick auf die Autos. Dabei entdeckte ich auch einige Team Schrick Mechaniker und Jörg van Ommen, allerdings kein Auto. Zum beginn des Training stellen wir uns dann an die Boxenausfahrt und schauten ein paar Minuten zu. Leider sind die Bilder nicht besonders gut geworden, da unsere Kamera gerade vorher kaputt gegangen war. Da die Neue noch nicht geliefert war mussten wir auf eine geliehene „Knipskiste“ zurückgreifen. Aber besser nicht 100%tige Bilder als gar keine! Anschließend ging es unter der Strecke durch zur Tribüne4 direkt an der ersten Kurve. Am Tribüneneingang kauften wir uns erst mal eine Ring-Chipkarte, denn an den Ständen wird mittlerweile alles Bargeldlos verkauft.
Nachdem wir fast das ganze Training dort gesehen hatten ging es wieder zurück ins Fahrerlager. Wir hofften nun die Jungs von Mintgen Racing besuchen zu können.
An der Box angekommen verwehrte uns die Security allerdings den Zutritt zur Box. Wir hätten keine Genehmigung für die Boxengasse. Auch in Begleitung eines Teammitgliedes dürfen wir die Box nicht betreten. Also bekamen wir Einer nach dem Anderen die Teamkarte des Physiotherapeuten und konnten uns in der Box die Viper ansehen. Da dort aber schwer gearbeitet wurde, habe ich lieber etwas Abstand gehalten um die Arbeiten nicht zu behindern.
Anschließend haben wir vor der Box noch mit einigen Mechanikern gefachsimpelt. Die empfahlen uns auch einen Blick ins historische Fahrerlager wo klassische Rennwagen stehen. Auf dem Weg dahin gingen wir aber erst mal alle Teamzelte ab und guckten den Mechanikern von VW, Audi, Porsche und BMW beim Arbeiten zu. Teilweise waren die Wagen ziemlich zerlegt und wir konnten einen Blick ins Innere werfen. Irgendwann kamen wir dann auch am Mintgen Zelt vorbei wo die zweite Viper als Ersatzteilspender abgestellt war. Im historischen Fahrerlager konnte ich einen Haufen alte Rennwagen ablichten die sich alle auf das „24h Classic“ Training vorbereiteten war in wenigen Minuten starten sollte. Da wir eh zum Nachttraining der modernen Rennwagen an die Nordschleife wollten, beschlossen wir etwas früher zu fahren um auch ein paar historische Wagen in der grünen Hölle zu sehen.
Also gingen wir zum Wagen und fuhren zu einem Parkplatz am Streckenabschnitt Pflanzgarten. Ich war vorher noch nie an der Nordschleife und kannte die Strecke nur aus Rennspielen. Ich war also gespannt ob die Stimmung dort wirklich so gut ist, wie immer behauptet wurde. Wir kamen beim ersten, kleinen Pflanzgarten Sprung an die Strecke und ich musste schon über die Kreativität der Hardcore-Besucher schmunzeln. Aus Baugerüsten werden eigene Tribünen gebaut und damit es bequemer ist, Sofas draufgestellt. Direkt dahinter im Wald stehen Wohnmobile und Zelte samt Bierversorgung. Über den Wanderweg direkt an der Strecke ging es weiter Richtung des berüchtigten Brünnchens. Hier ist alles noch ein bisschen wilder und vor allem lauter. Ein 7,5 Tonner hatte die komplette Ladefläche voller Boxen, Verstärker und Bässe stehen und erzeuge eine dermaßen laute Musik, dass man nichts mehr von den Rennwagen hören konnte. Den Strom für die „Anlage“ erzeugten zwei Aggregate der Feuerwehr die direkt dahinter auf Vollaßt liefen.
Unsere Tour führte weiter über „Eschbach“ und „Wippermann“ bis zur „Hohen Acht“. Dort sind wir dann die alte Steilstrecke heruntergelaufen. Leistungsstarke Wagen konnten auf der 500 Meter langen und 27% steilen Strecke ca. 1,5 Kilometer Rennstrecke rund um das Karussell auslassen und sich so 1 km Strecke sparen. Die Steilstrecke wird aber schon lange nicht mehr befahren.
Unten angekommen liefen wir wieder hoch in Richtung Karussell. Das Classic-Training war inzwischen zu Ende und bis zum 1. Qualifying der „richtigen“ Wagen waren es noch 45 Minuten. Bei beginnendem Regen machte ich noch schnell ein Foto des Karussells bevor ich die Kamera einpackte. Nachdem wir etwas gewartet hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Brünnchen wo wir noch ein bisschen dem Zeittraining zusehen wollten.
Kaum waren wir dort angekommen, kam auch schon der Manthey-Porsche angefahren. Bei einbrechender Dunkelheit konnte ich natürlich mit der kleinen Kamera auch keine Bilder mehr machen. Irgendwann gingen wir dann wieder zurück zum Auto und fuhren noch einmal zurück zu Start/Ziel um uns mit einem weiteren Kollegen zu treffen, der vorher Security gemacht hatte. Bei einer Currywurst stellen wir uns noch 30 Minuten an die T12 und sahen den Autos in der Dunkelheit zu. Da ich aber am nächsten Morgen wieder Arbeiten musste, machten wir uns dann aber auch auf den Heimweg.
Mir hat es gut gefallen und ich könnte mir durchaus vorstellen im nächsten Jahr auch mal 2-4 Tage dort oben zu verbringen.



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